Roboterhüllen

Um das Innenleben, sprich die ganzen Kabel, der Roboter etwas zu verstecken und sie somit für die Nutzer weniger einschüchternd wirken zu lassen, haben wir ein 3D Modell gebaut und zwei Mal drucken lassen, für jeden Roboter einen. Als Motiv haben wir uns einen Panzer von Mario Kart ausgesucht, hauptsächlich wegen seiner Form, mit einem großen Hohlraum, der genug Platz für die Kabel der Roboter bietet. Das Ganze haben wir in Cinema 4D umgesetzt, einer Grafiksoftware zum Modellieren von 3D Objekten.

Installieren von Cinema 4D:

Cinema 4D ist hier für Studenten kostenlos erhältlich: http://learn.maxon3d.com/. Wir haben mit der R17 Version gearbeitet und damit keine Probleme gehabt. Cinema 4D ist sowohl für Windows, als auch für OS X erhältlich.

Hinweis: Für den Fall, dass du kein eingeschriebener Student bist, keine Sorge, du brauchst Cinema 4D nicht zu kaufen, um dieses Projekt zu realisieren. Hierfür kannst du entweder einfach zum nächsten Schritt übergehen oder aber die Demo Version verwenden: http://livedemo.maxon3d.com/

Das 3D Modell, Teil 1:

Das gesamte Modell besteht aus zwei Dateien, die wir hier zum Download zur Verfügung stellen.

Fangen wir mit der Datei an, die „Panzer.c4d“ heißt. In dieser Datei befindet sich das Gehäuse für einen der Roboter. Das Modell ist von der Größe her auf den Roboter abgestimmt. Es hat 5 Standfüße, die genau in den Freiräumen auf der Tragfläche des Roboters stehen können, allerdings nur, wenn die Roboter so zusammengebaut werden, wie in unserer Beschreibung. Wenn die Roboter zusammengesetzt werden, wie in der Anleitung, die beim Kauf mitgeliefert wird, müssen die Standfüße des Modells womöglich anders platziert werden.

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Die unterschiedlichen Farben des Modells in Cinema 4D dienen lediglich der Übersichtlichkeit und haben keinen Einfluss auf den Druck.

Wichtig: Zur besseren Orientierung und Vorstellung der Größe befindet sich eine Ebene im Modell, die die Tragfläche des Roboters andeutet. Vor dem Exportieren der Datei sollte diese Ebene entfernt werden, da sie nicht mitgedruckt werden soll.

Das 3D Modell, Teil 2:

Die zweite Datei mit dem Namen „Flügel.c4d“ enthält zwei kleinere Objekte, die nach dem Druck und dem Lackieren seitlich am Panzer angeklebt werden können.

Hierbei handelt es sich um die Flügel für den Panzer. Sie bestehen aus drei in Cinema 4D erstellten Spline-Objekten, diese dann gemeinsam in ein Loft-Objekt gelegt werden. Die Flügel sind sehr einfach gehalten, da sie so am ehesten dem Vorbild von Mario Kart ähneln. Wer Spaß daran hat, dem sind natürlich keine Grenzen gesetzt diese zu verbessern.  

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Wichtig: Bei der “Flügel.c4d” Datei sind beide Flügel in einer Datei zusammengefasst. Hierbei kann es beim Druck dazu kommen, dass einer der Flügel nicht richtig auf dem Boden aufliegt, wodurch der Druck auf der Hinterseite des Flügels rauer wird. Wen dies stört kann die Datei nochmal bearbeiten.

Drucken des 3D Modells:

Um ein Modell drucken zu lassen, wird ein anderes Dateiformat benötigt. Daher exportieren wir die Datei in eine .stl Datei. Klicke dazu im Programm auf Datei → Exportieren → STL (*.stl). Beim Faktor müssen die Werte „1“ und „Millimeter“ eingetragen sein.

Falls du die Modelle direkt drucken möchtest, ohne den Weg über Cinema 4D zu gehen, stehen hier die fertig exportierten Daten zu Verfügung.

Uns sind nach dem Druck und auch später beim Transportieren ein oder zwei der Standfüße des großen Modells abgebrochen, diese können aber zum Beispiel mit einer Heißklebepistole leicht wieder angeklebt werden.

Optional:

Aus unserer Erfahrung ist das Folgende jetzt nochmal abhängig davon, welcher 3D Drucker verwendet wird. Ausgelegt ist es für einen Ultimaker. Also wer möchte, kann sich das 3D Modell im .stl Format als Vorschau ansehen. Ladet euch dazu Cura herunter und öffnet darin die Datei: https://ultimaker.com/en/products/cura-software

Dort könnt ihr dann Informationen zum Modelldruck sehen, wie zum Beispiel die benötigte Zeit, wie viel Material verbraucht wird, in wie vielen Layern gedruckt wird und wo Stützmaterial zusätzlich hinkommt.

Lackieren der Modelle:

Nach dem Druck habt ihr dann einmal die einfarbigen Panzer und die Flügel extra.

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Nun könnt ihr wenn ihr wollt den 3D-Druck noch Farbe verleihen. Hierfür eignet sich Lackspray sehr gut. Gekauft ist in dem Fall eine Kunststoffgrundierung, einmal Lackspray in weiß und einmal in blau und in grün. Die Farben bekommt man in jedem Baumarkt.

Bei den Farben wurde darauf geachtet, dass diese mit dem Farbtracking des Spielfeldes funktioniert. Wer hier ausprobieren mag, ob andere Farben auch möglich sind oder wer das Spielfeld nicht benutzen mag, der kann natürlich andere Farben wählen.

Bevor ihr drauf los sprüht solltet ihr den Druck feucht abwischen und trocknen lassen. Dann die Grundierung auftragen. Wenn diese getrocknet ist könnt ihr das Modell erstmal ganz in weiß einsprühen. Hier nicht verzweifeln, es braucht mehrere Sprüheinheiten damit es völlig deckt.

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Gut getrocknet könnt ihr dann die Stellen die weiß bleiben sollen abkleben. Hierbei eignet sich super Abklebeband für akkurate Kanten zum Wandstreichen oder für selbstgemachte Wandmuster.Dann könnt ihr die Farben drüber sprühen. Zwei mal drüber sprühen sollten aber reichen. Dann alles gut trocknen lassen und das Klebeband abziehen.

Die Flügel auch mit weiß ansprühen. Dann können diese mit Heißkleber an den Panzern befestigt werden. Wenn der Heißkleber getrocknet ist kann man diesen auch noch bemalen um den Übergang flüssig zu machen.

Jetzt dürften die Panzer richtig FANCY aussehen 😉

Wichtig: Achtet bei dem Lackspray darauf, dass sie auch für die Art Kunststoff, der beim Druck verwendet wurde, geeignet ist. Andernfalls könnte es den 3D-Druck angreifen. Die Kunststoffgrundierung ist wichtig, damit der Lack besser hält. Wer auf das Funktionieren des Spielfeldes setzt sollte lieber auf die gleichen Farben zurückgreifen.

Tipp: Wenn die Hüllen besser halten sollen beim Fahren, kauft euch noch Flausch- und Klebeband das klebt und bringt es an die Stützen und an den Roboter an, so können die Hüllen nicht so leicht verrutschen.